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Montag, 19 Januar 2009

Diplomarbeit über Online-Markting und Web 2.0 im Kulturbereich zum freien Download

In meiner Diplomarbeit, die ich Mitte September am Institut für Kultur-und Medienmanagement der HfMT Hamburg abgegeben habe, habe ich mich mit dem Einsatz des Internet im Kulturmarketing beschäftigt. Besonders interessiert hat mich dabei Web 2.0 / Social Media -

Wie können Kultureinrichtungen diese Entwicklungen für ihre Marketingkommunikation nutzen? Welche neuen Möglichkeiten ergeben sich dadurch für den Austausch mit den Anspruchsgruppen, die Besucherbindung oder die Pflege des Freundeskreises? Wie können sie Werkzeuge des „Web 2.0“ einsetzen, um ihren Bekanntheitsgrad zu steigern? Und welche Risiken gibt es zu beachten?

Etliche meiner Ideen habe ich in meinem 2. Blog, das ich parallel zur Diplomarbeit gestartet habe – dem Kulturmarketingblogmit meinen LeserInnen diskutiert, bevor ich sie in die Diplomarbeit gepackt habe.

(z.B. die Beiträge im Rahmen meiner Serien Internetauftritt von Kultureinrichtungen” und “Web 2.0 im Kulturmarketing” Auch meine Interviewreihe “Expertenbefragung zum Thema Online-Marketing im Kulturbereich” habe ich für meine Diplomarbeit gestartet, inzwischen aber weiter geführt.)

Meine Diplomarbeit gibt`s nun zum freien Download

Über die Unis sind Diplomarbeiten sehr schwer zu bekommen, manche Autoren verkaufen sie dann über grin.de, diplomarbeiten24 oder ähnliche Portale um 50 EUR aufwärts (von denen man als Autor eh nur die üblichen 7-10 % bekommt und außerdem seine Vermarktungsrechte an den Verlag abgibt)…
Ich bezweifle, dass solche Arbeiten häufig gekauft werden, und die meisten Autoren lassen Ihre Werke überhaupt in irgendeiner Schublade vergammeln – froh, dass sie endlich fertig sind…

Schade um die Zeit, die man da reingesteckt hat, finde ich.
Ich stelle meine Diplomarbeit lieber zum kostenlosen Download auf mein Blog,

Zum Download meiner Diplomarbeit “Das Internet in der Kommunikationspolitik von Kulureinrichtungen – neue Ideen und Best Practice Beispiele” geht es

–> HIER auf dem Kulturmarketing Blog.

Freitag, 09 Januar 2009

Robert Basic versteigert sein Basic Thinking Blog über Ebay

Am 6.1. die hat Robert Basic die Idee ins Blog gestellt und getwittert

“…Tja, wäre Zeit für einen Luftwechsel. Oder? Und warum nicht das Blog Basic Thinking zum Verkauf ausschreiben und ein komplett neues Blog starten, frisch, unverbraucht, von quasi Null beginnend wie früher? Auch befreit ohne das Gelaber, was ein A-Blogger schreiben darf und was er gefälligst als Aushängeschild zu verantworten hat, was aber mehr eine Nebenrolle spielt, nachranging hinter dem Änderungsbestreben. Der Gedanke, so ein etabliertes Blog aufzugeben, reizt mich ausgesprochen, zugegeben. Das radikale Element gefällt mir, mir nix dir nix die Zelte abzubrechen.…”

und 2 Tage später steht das Basic Thinking Blog bei eBay zum Verkauf

Basic Thinking Blog zum Verkauf bei eBay

Jedem x-beliebigen Bieter will Robert Basic sein “Baby” aber nicht anvertrauen -

“Ich habe eine Sonderfunktion bekommen, die es mir erlaubt, Bieter nach einem Check an der Versteigerung teilnehmen zu lassen” (Robert Basic)

und er selbst will auch nicht aus der Blogosphäre verschwinden, sondern etwas Neues aufbauen…

Für Interessenten: Hier sind die Zahlen (Traffic, Werbeeinnahmen, Linkverkäufe…)

Nachdem ja bereits einige Verkäufe von Online-Communities Geschichte gemacht haben bin ich neugierig, was so ein Blog erzielen kann… Natürlich hat das Blog einen hohen Bekanntheitsgrad, aber der hängt stark an der Person von Robert Basic… So sieht das auch Jan Tißler (Upload Magazin):

“Klar ist doch aber wohl: Basic Thinking und Robert Basic sind eins. Der Käufer könnte vielleicht eine Weile von dem Schwung leben, den Robert dem Blog verliehen hat, aber ich wüsste nicht, wie diese Seite ohne ihn auf Dauer funktionieren sollte.” (Jan Tißler)

Im Moment werden etwas über 20.000 EUR geboten, die Auktion läuft bis zum nächsten Donnerstag – da kann sich noch einiges tun…
Der meistbietende wird bei eBay nicht genannt, daher wird in der Blogosphäre noch einige Tage spekuliert werden. Immerhin wurde gestern schon auf TechCrunch über den Blogverkauf berichtet.

Burkhard Schneider sieht die Versteigerung über eBay als verpasste Chance, er hätte eine bessere Idee gehabt:

“…Warum hätte man nicht einen Contest a la DSDS machen können, indem sich einzelne Blogger oder Bloggerteams bewerben können, Deinen Blog zu übernehmen. Die Eintrittskarte für die Bewerbung hätte z.B. 99 EUR betragen können. Dann hätte man eine nette Jury einsetzen können und natürlich auch alle Leser bei der Wahl mit einbinden können. Was hätte das für einen Effekt gehabt? Du hättest damit die erste und genialste Blog-Battle der deutschen Geschichte initiieren können. Du hättest wahrscheinlich mehr verdient, als Du jetzt bei Deiner Auktion bekommst. Du hättest im Rahmen der Battle vielen gerade jungen Bloggern eine spannende Bühne verschaffen können, die jedem 99 EUR Wert gewesen wäre, selbst wenn er nicht den Jack-Pot geknackt hätte. Schade, dass Du einen anderen Weg gegangen bist und Deine Idee nicht von Blogsphäre hast weiterentwickeln lassen.…” (Burkhard Schneider, best-practice-business blog)

Nun, wir werden sehen…

Spannend ist die Geschichte allemal, und ich wünsche Robert auf jeden Fall viel Erfolg – beim Verkauf und bei neuen Projekten!