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Freitag, 28 November 2008

re:publica 09: Motto und Termin stehen schon fest

“Shift happens” - nicht “Shit happens :-)

unter diesem Motto wird die Web 2.0-Konferenz re:publica 09 vom 1.-3. April 2009 in Berlin stattfinden.

“Inhaltlich möchten wir mit “Shift happens” den Fokus auf die gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen legen, die die digitale Gesellschaft hervorgebracht hat und die für die jüngere Generation längst Status Quo sind”, erklärt Tanja Haeusler. “Es soll diskutiert werden, welchen politischen und gesamtgesellschaftlichen Wandel dieser ‘Shift’ einläuten wird und in welchen Bereichen er sich bereits manifestiert hat.”

Die re:publica wurde 2006 von Tanja und Johnny Haeusler (Blog spreeblick.com) gemeinsam mit Markus Beckedahl (netzpolitik.org) und Andreas Gebhard (newthinking communications) ins Leben gerufen und findet seitdem jedes Jahr in Berlin statt - mit steigender Besucherzahl.

2008 waren es 950 (die Konferenz war ca. 3 Wochen vor dem Termin ausverkauft), 2009 rechnet man mit 1.200 Besuchern.

Näheres in der Pressemeldung.
Ich werde, so wie 2008 (hier meine Berichte) dabei sein…

gepostet von Karin Janner
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Mittwoch, 26 November 2008

Studie beweist: Versprechen aus der Werbeabteilung vertrauen wir immer weniger, Empfehlungen - auch aus dem Internet - immer mehr

Bei Christian Henner-Fehr habe ich den Hinweis auf eine interessante Studie gefunden:

when did we start trusting strangers?

When did we start trusting strangers? How the internet turned us all into influencers

Die Studie wurde von der Medienagentur Universal McCann erstellt (September 2008), hier das pdf zum freien Download.
Es geht dabei um die Veränderungen, die das Internet/ Social Media beim Aufbau von Vertrauen bewirkt - z.B. in Marken.

Christian Henner-Fehr fasst in seinem Beitrag sehr schön die Ergebnisse der Studie zusammen und erläutert seine Gedanken dazu, und Jessica Hartstein bringt die Aussagen in ihrem Blogpost auf den Punkt:

“We trust the recommendations of strangers just as much as we trust those of our friends. We also trust information found in social media more than the information given to us by brands.”

Langsam wird ein Umdenken bei Branding und Markenführung nötig…

Donnerstag, 20 November 2008

Bei Prof. Faltin im Labor für Entrepreneurship

Als ich bei der Blogparade “die besten Business-Bücher” mitgemacht habe, habe ich als eines meiner drei Favorits das Buch “Kopf schlägt Kapital” von Dr. Günter Faltin genannt, Professor für Wirtschaftspädagogik und Entrepreneurship an der Freien Universität Berlin.

Prof. Dr. Günter Faltin schreibt aber nicht nur Bücher über Entrepreneurship, er leitet auch den “Arbeitsbereich Entrepreneurship” an der FU Berlin und hat das Labor für Entrepreneurship ins Leben gerufen.

Was ist das Labor für Entrepreneurship?

“Das “Labor für Entrepreneurship” ist eine Methode, systematisch aus einem Rohstoff (Patent, neue Technologie, neue Idee) ein ausgereiftes und in allen notwendigen, auch betriebswirtschaftlichen Aspekten durchdachtes Business Model zu entwickeln. Hierbei kommen eigens dafür entwickelte Verfahren des Idea Development und Idea Refinement zum Einsatz. Erst dann beginnt die praktische Umsetzung. Auch für fortgeschrittene Gründer bieten die Veranstaltungen die Chance, das eigene Geschäftsmodell professionell zu beleuchten und entscheidend zu verbessern. Wir veranstalten das “Labor für Entrepreneurship” auch mit Partnern außerhalb der Universität, z. B. dem InnovationsCampus Wolfsburg.”

(Quelle: Labor für Entrepreneurship)

Was passiert im Labor für Entrepreneurship?

Prof. Faltin lädt Personen ein, die bereits ein (oder mehrere) Unternehmen gegründet haben, gerade gründen oder sonst einen Bezug zu Unternehmensgründungen haben (z.B. Gründungsberater).

Er stellt seinen Interview-Gästen Fragen - wie fing alles an, wo gab oder gibt es Probleme, was sind die Ziele und Visionen… - und lässt sie erzählen; an bestimmten Stellen hakt er nach oder kitzelt durch geschickte Fragestellung “Schlüsselerlebnisse” hervor. Das macht die Geschichten für die Zuhörer natürlich besonders interessant und verbessert auch den Lerneffekt - für die Zuhörer sowie für die Befragten, die sich ja oft noch in der Gründungsphase befinden und durch kritische Fragen auf Schwachstellen ihres Konzeptes oder auf neue Ideen kommen können…

Anschließend wird in der Runde diskutiert.

In der Pause gibt es Snacks und Getränke und für die Gäste die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen.

Die meisten Gäste sind (potenzielle) Gründer, es schwirren aber auch “Business Angels” und Gründungsberater herum. An verschiedenfarbigen Aufklebern, die sich die Gäste auf ihr Namensschild kleben, erkennt man, mit wem man es zu tun hat: Mit einem Gründer mit einer ausgereiften Geschäftsidee, einem Gründer mit einer noch nicht zu Ende gedachten Idee, einem Business Angel oder einem Gründungsberater.

Wer darf teilnehmen?

Jeder, nach Voranmeldung über das Internet unter Labor für Entrepreneurship/Termine.

Für alle, denen ein Besuch des Labors in Berlin zu weit ist

gibt es eine gute Nachricht: Die Gespräche/ Interviews werden aufgenommen und live im Internet übertragen. Auch später sind sie jederzeit über das Blog abrufbar (Kategorie: Video).

Mein 1. Besuch im Labor für Entrepreneurship

Über das Internet hatte ich die Veranstaltung ja schon öfter verfolgt, letzten Donnerstag (13.11.) war ich das erste Mal live dabei.

Als Gäste geladen waren

  • Burkhard Schneider vom best-practice-business-blog, der als Gründungsberater und Business Angel zahlreiche Unternehmensgründungen begleitet hat und über Erfolgsfaktoren von Geschäftskonzepten sprach (hier das Video mit der Aufzeichnung)
  • Nina Nadolny, die im Rahmen ihrer Diplomarbeit (Produktdesign) den Baby Biker und den SleepyJumper entwickelt hat und über ihre ersten Erfahrungen bei der Entwicklung und Vermarktung ihrer Idee berichtete (hier die Aufzeichnung) und
  • Hans Reitz (www.circ.de), der seinen abenteuerlichen Lebens- und Berufsweg schilderte (hier die Aufzeichnung).

Mein Fazit:

Eine sehr empfehlenswerte Veranstaltung für alle, die in Erwägung ziehen, irgendwann ihr eigenes Unternehmen zu gründen - und auch für alle, die sich durch interessante Ideen und Lebenswege inspirieren lassen wollen.
Es war bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich dort war…

Und nun noch ein paar Fotos

Prof. Günter Faltin, Burkhard Schneider

Prof. Dr. Günter Faltin im Gespräch mit Burkhard Schneider (best-practice-business-blog)

Prof. Günter Faltin, Nina Nadolny

Prof. Dr. Günter Faltin im Gespräch mit Nina Nadolny (Baby Biker)

Prof. Günter Faltin, Hans Reitz

Prof. Dr. Günter Faltin im Gespräch mit Hans Reitz (www.circ.de)

Links

Donnerstag, 13 November 2008

Kostenloses E-Book-Tutorial zum Thema Suchmaschinenoptimierung von Aurel Gergey

“76 SEO-Tipps” gibt es in dem Praxis-Tutorial, das Aurel Gergey zum kostenlosen Download auf seinem Blog bereit stellt.

“Eine gute Suchmaschinen-Platzierung wird immer wichtiger – weil Internetnutzer Interessantes bevorzugt mittels Google & Co. finden.
Dieser Ratgeber erläutert, wie Sie mit Hilfe professioneller Suchmaschinenoptimierung das Ranking Ihrer Website nachhaltig verbessern können.”

Hier ein Textauszug - zum Thema Metas, Description

Entwickeln Sie für jede Seite eine individuelle Kurz-Beschreibung.

Mit dem Meta „Description“ können Sie jeder Seite Ihres Internet-Auftritts eine beschreibende Zusammenfassung hinzufügen.
Die Descriptions haben dreifache Bedeutung: Sie werden teilweise von den Suchmaschinen zur Bewertung Ihrer Seiten herangezogen.
Sie werden bei den Suchresultaten eingeblendet (wird, in Kombination mit dem ebenfalls hier angezeigten Seitentitel, „Snippet“
genannt). Und die Descriptions werden hier, in den Suchtreffern, von den Suchmaschinen-Benutzern gelesen. Sie entscheiden mit
darüber, ob ein Suchresultat angeklickt wird oder nicht. Das ist auch darum wichtig, weil die Suchmaschinen möglicherweise öfter angeklickte Suchtreffer bevorzugt behandeln. Und, ebenso wichtig: Umgekehrt könnte auch gelten: Websites, die in den Suchtreffern wenig angeklickt werden, wandern möglicherweise im Ranking nach hinten.

Auf Folgendes sollten Sie achten:

Leiten Sie Ihre Descriptions aus dem Text der jeweiligen Seite ab.
Sie dürfen problemlos auch Satzbestandteile oder ganze Sätze übernehmen. Die Description sollte sich aber deutlich vom Seitentitel unterscheiden.

Achten Sie darauf, dass der zentrale Suchbegriff (oder die zentralen Suchbegriffe) in der Description auftauchen – idealerweise gleich zu Beginn.

Begrenzen Sie die Länge der Description auf 160 Zeichen (Google zeigt Descriptions nur bis zu dieser Zeichenlänge an.Umfasst die Description weniger als 80 Zeichen, zeigt Google nur eine Zeile an – das kann zu Marketingzwecken genutzt werden, weil auffallend).

Gestalten Sie die Description in Form eines zusammenhängenden Satzes. Vermeiden Sie also reine Wort-Auflistungen.

Formulieren Sie die Description redaktionell – also in neutraler, glaubwürdiger Form, wie in der Zeitung. Keine direkte Ansprache, kein „Wir“, kein „Sie“. Zur Illustration ein gutes Beispiel (Description von Google): „Suche im gesamten Web, in deutschsprachigen sowie in deutschen Seiten.“ Und ein abgewandeltes, schlechtes Beispiel: „Sie finden bei uns Suchresultate aus dem gesamten Web, in 74 deutschsprachigen sowie in deutschen Seiten.“ Letzteres wirkt werberisch und damit weniger glaubwürdig.

Hinweis: Gelegentlich verwenden die Suchmaschinen nicht Ihre Description, sondern den beschreibenden Text, wie er in zentralen Webkatalogen hinterlegt ist. Das können Sie vermeiden, indem Sie Ihrem Quelltext die Metas „Noopd“ und „Noydir“ hinzufügen.

(Quelle: www.gergey.com/professionelle-suchmaschinenoptimierung.pdf; S.73-74, mit freundlicher Genehmigung von Aurel Gergey)

Via Bernd Röthlingshöfer

Mehr Links zu kostenlosen E-Books gibt es hier:

gepostet von Karin Janner
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Montag, 10 November 2008

Blogparade - Die besten 3 Business-Bücher: Marketeasing, The New Rules Of Marketing And PR, Kopf schlägt Kapital

Ralf Senftleben veranstaltet auf Unternehmenskick.de eine Blogparade zum Thema Business-Bücher.

(was genau eine Blogparade ist kann man in der Wikipedia nachlesen)

“Welche sind für Sie persönlich die 2-3 allerbesten Business-Bücher, die Sie kennen? Und was macht diese Business-Bücher so besonders? Warum gerade diese Bücher?”

Ich habe bei weitem mehr als 3 wirklich gute Business-Bücher gelesen, drum fällt mir die Entscheidung nicht leicht.

Ich werde also die 3 Bücher nehmen, die mich in letzter Zeit persönlich am meisten beeinflusst haben:

  1. Marketeasing: Werbung total anders. Von Bernd Röthlingshöfer.
  2. The New Rules of Marketing and PR: How to Use News Releases, Blogs, Podcasting, Viral Marketing and Online Media to Reach Buyers Directly. Von David Meerman Scott.
  3. Kopf schlägt Kapital. Die ganz andere Art, ein Unternehmen zu gründen. Von der Lust, ein Entrepreneur zu sein. Von Günter Faltin.

1. “Marketeasing” von Bernd Röthlingshöfer

“Marketing muss so anziehend sein, dass uns die Leute in unserem Leben haben wollen,”

mit diesem Zitat von Jim Stengel (Procter&Gamble) beginnt Bernd Röthlingshöfer dieses Buch, in dem er mit herkömmlichen “Old School”-Marketingmethoden aufräumt.
Er erklärt, warum klassische Werbung immer weniger wirkt und stellt neue Marketing-Regeln auf. Die neue Art, an Kunden heranzutreten, nennt er “Marketeasing”, und hier seine “6 Mantras für Marketeaser”:

  1. Höre auf zu werben. Beginne zu kommunizieren.
  2. Alles ist Kommunikation
  3. Sei ehrlich
  4. Schaffe Gemeinschaft
  5. Überlasse die Werbung deinen Kunden
  6. Benutze die Medien richtig

In den Kapiteln behandelt er Themen wie Mundpropaganda-Marketing, Kundenbindung, Internet versus Massenmedien, Mobile Marketing, Erfolgskontrolle und gibt einen Ausblick in die Zukunft.

Natürlich ist er nicht der einzige, der sich Gedanken in diese Richtung macht, aber er bringt den Wandel im Marketing, der gerade stattfindet, schön auf den Punkt. Und das Buch liest sich wirklich gut - ich habe es in einem Zug durchgelesen.

Mir hat das Buch 1. sehr gut gefallen, und 2. hat es mich zum Bloggen gebracht.
Nach den “11 Gründen, warum Sie als Marketeaser bloggen sollten” war ich überzeugt: Ein Blog ist genau mein Medium. Warum bin ich nicht schon früher darauf gekommen…?

Und seitdem blogge ich :-)

2. “The New Rules Of Marketing And PR” von David Meerman Scott

Dieses Buch habe ich hier schon rezensiert, an dieser Stelle noch mal eine Kurzfassung:

„Prior to the web, organisations had only two significant choices to attract attention: Buy expensive advertising or get third-party ink from the media.”

Die Zeiten haben sich geändert: Das Internet bietet neue Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen – doch es ist ein völlig anderes Medium und es gelten andere Regeln als in den klassischen Massenmedien. Leider haben viele Werber das noch nicht verstanden und versuchen, ihre Werbegewohnheiten aus der Zeit der Massenmedien auf das Internet zu übertragen.
Warum das nicht funktioniert und wie man sich die Besonderheiten des Internet zu Nutze machen kann, das erklärt David Meerman Scott anschaulich und anhand vieler praktischer Beispiele in diesem wirklich lesenswerten Buch.

Nützlicher Content, Dialog und Beziehungsaufbau statt nerviger Werbung und Einwegkommunikation lautet seine Botschaft.

In den einzelnen Kapiteln nimmt er sich folgender Themen an:

  • Was bringen Corporate Blogs und was muss man beim Bloggen beachten?
  • Wie kann man Pressemitteilungen effektiv einsetzen – denn auch diese werden heute nicht nur von Journalisten, sondern auch direkt von den Verbrauchern gelesen.
  • Was hat es mit Podcasts auf sich?
  • Wie kommuniziert man in Online-Foren?
  • Wie funktioniert virales Marketing?
  • Wie sieht eine gute Internetseite aus?
  • Wie funktioniert Suchmaschinenoptimierung? –über guten Inhalt, und nicht über schmutzige Tricks.
  • Und wie packt man das alles in eine übergeordnete Strategie?

Das Buch gibt es (bisher?) nur auf Englisch, es ist in leicht verständlichem Englisch geschrieben und liest sich flüssig und angenehm.

Dieses Buch ist sicher das, an dem ich mich am meisten orientiert und das ich am häufigsten zitiert habe in meiner Diplomarbeit, die ich zum Thema Online-Marketing im Kulturbereich geschrieben und Mitte September 2008 abgegeben habe.

(Der genaue Titel meiner Diplomarbeit ist: Das Internet in der Kommunikationspolitik von Kultureinrichtungen; ich habe in meinem Kulturmarketing Blog mehrfach darüber berichtet und werde sie dort auch zum freien Download bereit stellen, sobald sie offiziell benotet ist)

3. “Kopf schlägt Kapital” von Günter Faltin

“Viele glauben zu wissen, wie es geht. Wenige tun es wirklich. Noch weniger sind damit erfolgreich. Etwas ist falsch an der Art, wie wir versuchen, Unternehmen zu gründen.
Dabei geht es auch ganz anders: Ein Ideen-Kunstwerk schaffen und das eigene Unternehmen aus vorhandenen, jedermann zugänglichen Komponenten zusammensetzen. Den Kopf freihalten für die wichtigen Fragen. Den Horizont im Auge behalten statt in Alltagsanforderungen unterzugehen.”

Günter Faltin zeigt eine neue Art der Unternehmensgründung auf.

Er ist überzeugt:

“Die Qualität der Idee gibt den Ausschlag”

Damit meint Faltin aber nicht einen Einfall oder eine flüchtige Idee, sondern ein sorgfältig durchdachtes Konzept.
Sein Prinzip heißt: Von den Funktionen her denken statt Konventionen zu folgen.

Seiner Meinung nach wird bei Unternehmensgründungen der Idee und ihrer Ausarbeitung viel zu wenig Bedeutung zugemessen - von Gründern werden Businesspläne verlangt, und dabei liegt das Hauptaugenmerk auf der betriebswirtschaftlichen Umsetzung und nicht auf der Idee selbst.
“Stiefkind Konzept - es lohnt, an der Idee zu arbeiten” heißt ein Kapitel - in dem er zeigt, was eine gute Idee ausmacht und wie man sie systematisch ausarbeitet.

“Selbständig sein heißt, alles selbst zu machen und das ständig” - mit diesem Vorurteil räumt Faltin auf.
Er legt dem Gründer dringend nahe, seine Kompetenzen sinnvoll einzusetzen und zu lernen, Dinge zu delegieren und outzusourcen, um seine Idee, das Kernstück des neuen Unternehmens, weiter entwickeln zu können anstatt in Alltagsstress und Überforderung zu ersticken.

Am Ende des Buches gibt er eine “Aufforderung zum Tanz”:

“Die neuen Champions sind die Ideengeber ohne Kapital. Die Verlierer werden die Kapitalisten ohne Ideen sein”

zitiert er Ridderstrale + Nordström (Autoren des Buches Funky Business. Wie kluge Köpfe das Kapital zum Tanzen bringen).

“Der erste Schritt besteht darin, zu erkennen, dass gute Konzepte heute wichtiger sind als Kapital. Der nächste Schritt besteht darin, viel radikaler als bisher Arbeitsteilung auch auf dem Gebiet des Entrepreneurship anzuwenden. (…) Der dritte Schritt besteht darin, ein Unternehmen aus Komponenten zusammen zu setzen.”

ist seine Kurzanleitung zur Unternehmensgründung.

Warum dieses Buch für mich so besonders war?
Ähnlich wie es mir bei Bernd Röthlingshöfer mit dem Bloggen gegangen ist geht es mir nun mit der Unternehmensgründung.
Warum immer für andere Marketing machen? Ich gehe schon längere Zeit “schwanger” mit einer Geschäftsidee, die ich nun endlich umsetzen werde :-)

Links

Die 3 Autoren sind natürlich auch im Internet vertreten. Wer mehr über sie und ihre Bücher wissen will, kann sich also im Netz informieren.

  1. Bernd Röthlingshöfer findet man über sein Blog Bernd Röthlingshöfer - und jetzt zur Werbung oder über Twitter.
  2. David Meerman Scott findet man über seine Internetseite. Dort gibt es mehrere e-Books zum freien Download, auch eine kurze Version dieses Buches (The New Rules Of PR). Er betreibt auch ein Blog und man kann ihm auf Twitter folgen.
  3. Prof. Dr. Günter Faltin erreicht man über das Labor für Entrepreneurship und es gibt auch eine eigene Internetseite für das Buch “Kopf schlägt Kapital”, wo man Leseproben downloaden und handsignierte Bücher bestellen kann.
    In einem Video-Interview, das Prof. Faltin 2006 Bernd Röthlingshöfer gegeben hat, erzählt er über seine Einstellung und seine Ideen zu Entrepreneurship und gibt Beispiele - einiges davon ist auch im Buch zu lesen.

Update 21.11.

Und hier ist das Ergebnis der Blogparade:

Top 5 sind geworden:

  1. Kopf schlägt Kapital. Die ganz andere Art ein Unternehmen zu gründen von Günter Faltin
  2. Bernd Röthlingshöfer: Marketeasing: Werbung total anders
  3. Michael Gerber: Das Geheimnis erfolgreicher Firmen
  4. Reinhard Sprenger: Mythos Motivation
  5. Anja Förster, Peter Kreuz: Alles, außer gewöhnlich

Da bin ich ja nicht alleine mit meinem Geschmack… 2 meiner Favorits kamen unter die Top 5.

Aber auch ein Blick auf den Rest der Liste lohnt sich. Ich habe noch ein paar spannende Bücher entdeckt, die ich noch nicht kannte…

Dienstag, 04 November 2008

Community Camp Berlin 08 - ein Rückblick

Community Camp Berlin Logo

Wie letzte Woche angekündigt fand am vergangenen Wochenende (1. und 2. November 2008) in Berlin das Community Camp Berlin 08 statt- ein ThemenCamp rund um soziale Netzwerke.

Worum ging es?

“Gegenstand dieses Themencamps waren sämtliche Aspekte rund um das technologisch geprägte, vor allem aber sozial bedeutsame Beziehungsgeflecht, das zwischen Plattformbetreibern und sozialen Netzwerken sowie zwischen den einzelnen Netzwerkmitgliedern untereinander besteht.” (CommunityCamp Berlin)

Die Location

Das CommunityCamp fand in der cimdata Medienakademie Berlin (Institut Charlottenburg) statt.
Ein guter Ort für ein BarCamp - angenehme Atmosphäre, genug Platz und getrennt begehbare Sessionräume - im Gegensatz zum BarCamp Berlin 3, bei dem die Sessionräume nur durch Stellwände abgetrennt waren und daher der Lärmpegel ziemlich hoch war, konnte man hier den Sessions gut folgen.

Die Sessions

Es gab ein paar sehr gute Sessions, andere waren weniger interessant, insgesamt hätten aber mehr Sessions angeboten werden können. Es gab 6 Sessionräume, parallel wurden aber meist nur 2-4 Sessions abgehalten.

Hier gibt es einen Überblick über die abgehaltenen Sessions.

Die Stimmung

Die Stimmung war entspannt und locker.
Etwas schade war es, dass so wenig Sessions abgehalten wurden - es schien so, als wären mehr Leute als “passsive Zuschauer” gekommen als Leute, die aktiv etwas anbieten wollten.
Vielleicht macht sich auch gerade eine gewisse Übersättigung an (großen) Web 2.0-Veranstaltungen breit: Vor 3 Wochen (11./ 12. Oktober) das BarCamp München, in Berlin vor 2 Wochen (18./ 19.10.) das BarCamp Berlin 3, gleich danach die Web 2.0 Expo

Beschweren gilt natürlich nicht, denn jeder, der keine Session angeboten hat, ist schuld daran, dass hier auf dem BarCamp aus dem Thema Communities nicht mehr heraus geholt wurde… und ich hatte diesmal auch keine Zeit, eine Session vorzubereiten…

Das nächste CommunityCamp

wird 2009 stattfinden, da waren sich die Teilnehmer einig. Denn das Thema Communities ist noch lange nicht gegessen…
Und das nächste Mal werde ich auch eine Session mitbringen…

Herzlichen Dank

an die Organisatoren und an die Sponsoren!

Und nun noch ein paar Fotos

Community Camp Berlin 08 - Lounge (Foto)

Die Lounge

Community Camp Berlin 08 - Lounge 2 (Foto)

Die Lounge 2

Community Camp Berlin 08 - Sessionplanung (Foto)

Sessionplanung

communitycamp-berlin-08-session.jpg

Session

communitycamp-berlin-08-sitzsack-lounge.jpg

zwischendurch entspannen auf Sitzsäcken von Crow`n Crow

gepostet von Karin Janner
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