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Freitag, 31 Oktober 2008

Terminankündigung: Community Camp Berlin 08
am 1. und 2. November

In Berlin jagt ein BarCamp das andere…
Das BarCamp Berlin3 ist erst 2 Wochen her, morgen + übermorgen gibt es hier schon wieder ein BarCamp:

Community Camp Berlin Logo

Das Community Camp Berlin 08 - ein ThemenCamp rund um soziale Netzwerke – findet am 1. und 2. November 2008 an der cimdata Medienakademie Berlin (Institut Charlottenburg) statt.

“Gegenstand dieses Themencamps sind sämtliche Aspekte rund um das technologisch geprägte, vor allem aber sozial bedeutsame Beziehungsgeflecht, das zwischen Plattformbetreibern und sozialen Netzwerken sowie zwischen den einzelnen Netzwerkmitgliedern untereinander besteht.”

Für Kurzentschlossene: 300 Teilnehmer sind erwünscht, angemeldet sind bisher um die 250 –> es sind noch Plätze frei.

Hier die Eckdaten:

Wann
1. und 2. November 2008
8:30 Uhr: Einlass
9:00 Uhr: Frühstück
Samstag ab 19:00: Party

Sonntag: Ende 16 Uhr

Wo?
cimdata Medienakademie
Hinterer Gebäudeteil
Windscheidstr. 18,
10627 Berlin

bei GoogleMaps

Raumplan und weitere Infos zu Zeit + Ort hier.

Ich werde dort sein – wer noch?

Freitag, 31 Oktober 2008

Der sicherste Weg, Kunden loszuwerden…

“Der sicherste Weg, Kunden los zu werden: Schlechter Kundenservice und das Ignorieren von Feedback sind absolutes No-Go…,”

zeigt wieder mal eine aktuelle Studie, die Ciao Survey GmbH im Auftrag von RightNowTechnologies durchgeführt hat. In einer Online-Umfrage wurden 1000 Deutsche zum Thema Kundenzufriedenheit und Feedback befragt.

Ich bin also nicht die einzige, die nach schlechten Service-Erfahrungen keine Geschäfte mehr mit dem Unternehmen macht (dazu mein Bericht über print24) – 84 % aller Befragten reagieren so. Und fast 60 % erzählen ihre negativen Erlebnisse an Freunde und die Familie weiter. (Anm: Und da es heutzutage auch Blogs gibt, in denen man seine Erlebnisse weitergeben kann, erfahren noch ein paar Leute mehr davon…)

Genaueres in der entsprechenden Pressemitteilung von RightNow Technologies.

(via E-Commerce-Newsletter,  KW 44/ 2008)

gepostet von Karin Janner
Tags: , ,
Mittwoch, 29 Oktober 2008

BarCamp Berlin 3 – eine kurze Zusammenfassung

Logo BarCamp Berlin 3

Da ich gleich anschließend an das Barcamp Berlin 3 eine Woche auf Urlaub war, kommt mein Barcamp-Blogpost etwas spät – zahlreiche Blogs haben bereits darüber berichtet (alle aufgelistet im Barcamp-Wiki), daher fasse ich mich ganz kurz.

Die Location

Das BarCamp Berlin 3 fand in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom statt.
Ein schickes Gebäude, fast perfekt geeignet für Großereignisse wie Hauptstadt-BarCamps (um die 600 Besucher).
Hell, viel Platz, gute Atmosphäre, WLAN, Kabelanschluss – alles da.
Auch eine riesige Twitterwand.

Nur fast perfekt, da es keine akkustisch abgetrennten Räume für die Sessions gab – die Abtrennung durch Stellwände reichte zwar für die optische Trennung der einzelnen Räume, aber der Diskussion in der Session zu folgen, in der man gerade saß, war aufgrund des hohen Lärmpegels und des Stimmenwirrwarrs aus den Parallelsessions sehr anstrengend.

Die Sessions

Wie bei allen BarCamps: einige ausgezeichnet, andere entbehrlich; zum Prinzip eines BarCamps gehört es auch, dass man frei herumwandert und sich dort und da inspirieren lässt (bzw. auch andere durch Diskussionsbeteiligung inspiriert) – es fällt also nicht unangenehm auf, wenn man eine Session, mit der man nichts anfangen kann, vorzeitig verlässt, um eine interessantere zu besuchen.

Hier gibt es einen Überblick über die abgehaltenen Sessions.

Das Drumherum

Bei BarCamps sind ja bekanntlich nicht nur die Sessions, sondern auch (oder vor allem?) das Drumherum interessant und inspirierend: Gespräche mit alten und neuen Bekanntschaften, wieder mal ein paar mehr seiner Twitter-Follower kennenlernen, Ideen austauschen, sich von Startups kulinarisch verwöhnen lassen (das wird immer besser, denn die Zahl der Startups, die Essen+Trinken 2.0 zum Thema haben, steigt von BarCamp zu BarCamp: Müsli, Kaffee, Schokolade, Saft, Tee). Mittlerweile gibt es sogar Sitzsäcke 2.0, auf denen man herrlich entspannen kann.

Herzlichen Dank

an die Organisatoren und an die Sponsoren!

Und nun noch ein paar Fotos

Location, Twitterwand

Barcamp Berlin 3 - Location und Twitter-Wall

Barcamp Berlin 3 - Location

Kulinarisches 2.0

Schokolade von chocri, Kaffee von sonntagmorgen

Barcamp Berlin 3 - Schokolade von chocri.de

Barcamp Berlin 3 - Kaffee von sonntagmorgen.com

 

Müsli von mymüsli, Säfte von Walther`s (Saftblog)

Barcamp Berlin 3 - Müsli von mymuesli.com

Barcamp Berlin 3, Säfte von Walther`s (Saftblog)

 

Chillen 2.0
Sitzsack-Lounge mit Sitzsäcken des Web 2.0-Startups www.crowncrow.comBarCamp Berlin 3 - Sitzsäcke von www.crowncrow.com

gepostet von Karin Janner
Tags: , ,
Montag, 27 Oktober 2008

Positionierung und Werbemaßnahmen von Internetdruckereien und anderen Riesenunternehmen

Nach meinen beiden Beispielen für schlechte Kundenbindungsmaßnahmen und schlechten Service von Internetdruckereien (Vista Print und Print 24) ein paar allgemeine Gedanken zu Positionierung und Werbemaßnahmen von Internetdruckereien und anderen Riesenunternehmen:

Internetdruckereien schießen wie Pilze aus dem Boden. Der Konkurrenzdruck wird also bestimmt nicht kleiner.

Im Moment versuchen sich alle nur über den Preis zu positionieren. Ihr Werbebudget stecken sie nur in Neukundengewinnung, dabei v.a. in Bauernfängerei-Geschichten; von Empfehlungsmarketing und Beziehungsaufbau haben sie noch nie etwas gehört.

Klar werden sich immer wieder Kunden durch ihre offensiven Werbemethoden und ihren Billigpreis einfangen lassen. Aber die Konkurrenz wird immer größer.
Alle werden den Kampf bestimmt nicht überleben…

Auf längere Sicht macht es sicher für auch für weltweit agierende, große Unternehmen mehr Sinn, ihr Budget in Maßnahmen investieren, mit denen sie positive Mundpropaganda auslösen können, als ihre Kunden mit unseriösem Werbemüll zuzuspammen (Vista Print) oder Servicemitarbeiter zu bezahlen, die Kunden in zeitaufwändigen Emailkonversationen (schuldlos) mit gerichtlichen Mahnverfahren bedrohen. (Print24)

Amazon ist das Bilderbuchbeispiel so einer Riesenfirma, die es trotz ihrer Größe schafft, einen richtig guten Service zu bieten – Amazon positioniert sich als Unternehmen, das auf Kundenservice und Benutzerfreundlichkeit größten Wert legt.
Den Großteil der Umsätze macht Amazon nicht mit Kunden, die ein Mal auf irgend einen reißerischen Werbeschmäh reinfallen, sondern mit Kunden, die wiederholt bestellen, weil sie mit dem Service zufrieden sind – und auch noch als Multiplikatoren wirken, indem sie ihre positiven Erfahrungen weitergeben.

Abzocker-Firmen, die auf schnellen Gewinn aus sind, wird es zwar immer geben, aber an das Wachstum von Unternehmen wie Amazon, die ihre Kunden ernst nehmen und eine Beziehung mit ihnen aufbauen anstatt sie zu verscheißern, werden sie nicht herankommen.

Dank Internet wird die Vernetzung und der Austausch unter den Kunden immer besser, und da ein wirklich schlechter Service sich im Internet herumspricht, werden sie in Zukunft auch darauf achten müssen…

Mittwoch, 22 Oktober 2008

Beitrag 2 zum Buch “Die größten Werbefehler”: Denkbar schlechter Kundenservice bei der Internetdruckerei Print24

Mein 2. Beitrag zu Bernd Röthlingshöfers Gemeinschaftsbuch “Die größten Werbefehler”:

Print 24 – Hauptsache Geld in Neukundenwerbung stecken, der Service für bestehende Kunden = null.

Einen Newsletter, der zwar nicht ganz so dumm ist wie der in meinem vorigen Beitrag beschriebene Newsletter von Vista Print und “nur” 1 mal pro Woche erscheint, bekomme ich seit ein paar Monaten von Print 24.
(Die Titel spare ich Ihnen hier…)
Dafür ist aber die Geschichte, wie ich zu diesem Newsletter komme, umso erstaunlicher:

Ich wollte für eine Veranstaltung Visitenkarten bestellen. Da ich knapp dran war, entschied ich mich für den Over-Night-Service von Print 24 und zahlte um die 50 Euro.
Die Visitenkarten kamen aber erst nach 5 Tagen (!!), für die Veranstaltung habe ich schnell in einer Druckerei vor Ort innerhalb von ein paar Stunden welche machen lassen…

Nachdem der Preis für eine Lieferung innerhalb von 5 Tagen um die 15 Euro lag, bat ich Print 24, mir die Differenz von 35 Euro zurück zu überweisen.
Nach einigen Mails hin und her waren sie kulanterweise einverstanden, von Entschuldigung natürlich keine Spur.
Nach fast 6 Wochen waren die 35 Euro immer noch nicht auf meinem Konto, und kurz vor Ablauf meiner Einspruchsfrist bei der Bank schrieb ich Print24 noch eine Mail, in der ich ankündigte, meinen Lastschriftauftrag über die 50 Euro wieder zurückzuziehen und ihnen stattdessen die 15 Euro zu überweisen.

Keine Reaktion per Email, telefonisch nicht erreichbar (die Servicenummer war entweder besetzt oder niemand ging ran).

Gesagt, getan: Am letzten Tag meiner Einspruchsfrist (6 Wochen) holte ich mir mein Geld wieder und überwies die abgemachten 15 Euro für die Visitenkarten.

Was kam dann?
Ein paar Tage später eine Mail, dass sie mir meine 35 Euro jetzt gerade zurück überwiesen hätten (nämlich erstaunlicherweise NACHDEM ich mein Geld zurückgezogen hatte) und dass ich Ihnen nun wieder etwas schulde, weil ich ja mein Geld zurückgeholt habe:

  • nämlich die besagten 35 Euro
  • PLUS die Bearbeitungsgebühr der Bank für die Rückbuchung (11 Euro)

Die 35 Euro war ich ja bereit, wieder zurückzuzahlen (obwohl ich schon sehr verärgert war über ihre Vorgehensweise und die Mühen, die ich dadurch hatte), die 11 Euro Bankbearbeitungsgebühr sah ich aber gar nicht ein. Schließlich war es eindeutig ihr Fehler

  • dass sie mir die Visitenkarten zu spät geschickt hatten
  • und dass sie mir das versprochene Geld trotz mehrmaliger Erinnerung nicht bis zum Ablauf meiner Rückholungsfrist zurück überwiesen hatten.

Ich schrieb also wieder eine Mail und stellte meine Sicht der Dinge dar, auf die ich als Antwort ein gerichtliches Mahnverfahren über die 11 Euro Bankbearbeitungsgebühr angedroht bekam…

Weil es mir zu schade um meine Zeit war, bezahlte ich die 11 Euro auch noch, werde aber natürlich nie wieder etwas dort bestellen und allen abraten, es zu tun. Ich schrieb ihnen noch eine Mail, in der ich meine Unzufriedenheit zum Ausdruck brachte, bekam aber keine Antwort – aber seitdem wöchentlich einen Newsletter mit ihren grandiosen Angeboten…

Was sagt man dazu…?

Meine Gedanken zu Positionierung und Werbemaßnahmen von Internetdruckereien werde ich in meinen nächsten Post verpacken…

Donnerstag, 16 Oktober 2008

Beitrag zum Buch “Die größten Werbefehler”: Internet-Druckerei Vista Print verschickt schwachsinnigen Newsletter

Zu Bernd Röthlingshöfers Gemeinschaftsbuch reiche ich (kurz vor dem Ende der Abgabefrist, die endet morgen…) 2 Beiträge ein, beide von Internetdruckereien. Bis das Buch erscheint wird es noch etwas dauern, drum gebe ich sie schon mal vorab in meinem Blog zum Besten:

Vista-Print: ein gutes Beispiel für einen komplett bescheuerten Newsletter

Im folgenden die Titel (… da brauche ich wohl nichts dazu zu schreiben…) der Newsletter, die mir die Internet-Druckerei Vista Print innerhalb der letzten 2 Monate geschickt hat, man beachte bitte auch die zeitlichen Abstände (teilweise jeden 2. Tag; kann sein, dass ich auch mal einen zwischendrin versehentlich gelöscht habe) – wenn man bedenkt, dass üblicherweise Newsletterintervalle von 1 Woche bis 1 Monat vorgeschlagen werden, um die Leute nicht zu nerven…

Die Titel und Intervalle des Newsletters

  • 18.08.2008 Letzte Möglichkeit für unseren imposantesten Verkauf – 40 Angebote und bis zu 100% RABATT!
  • 19.08.2008 Letzte Möglichkeit Karin , denn Sie träumen nicht! Alles ist GRATIS hier!
  • 20.08.2008 Letzte Möglichkeit für den Alles muss raus Verkauf!
  • 21.08.2008 Karin , Alles GRATIS, soweit das Auge reicht – Nur noch 24 Stunden!
  • 23.08.2008 GRATIS_! GRATIS_! GRATIS_! Karin, letzte Möglichkeit!
  • 25.08.2008 Glückwunsch Karin, Sie wurden auserwählt!
  • 26.08.2008 Was ist groß, goldfarben und absolut GRATIS?
  • 27.08.2008 Karin, Sie sind nicht verückt – alles ist hier GRATIS!
  • 28.08.2008 Zurück aufgrund hoher Nachfrage – 500 GRATIS-Visitenkarten + Etui + Webseite
  • 30.08.2008 Karin, ist heute Ihr Glückstag_ Finden Sie es heraus! Nur für 48 Stunden!
  • 01.09.2008 Nur noch heute! – Glückwunsch Karin, Sie wurden auserwählt!
  • 02.09.2008 Sie sind unser VIP, Karin!
  • 03.09.2008 GRATIS! GRATIS! GRATIS! Karin, nur für 48 Stunden!
  • 04.09.2008 Karin, macht Sie dieser Verkauf verrückt?
  • 06.09.2008 Ein unwiderstehliches Angebot – 12 GRATIS Angebote + 25% RABATT auf unserer Webseite!
  • 08.09.2008 Träume können wahr werden, Karin!
  • 08.09.2008 Träume können wahr werden, Karin!
  • 09.09.2008 Sie sind unser VIP, Karin! Letzte Gelegenheit!
  • 11.09.2008 Der Sommer neigt sich dem Ende, der Verkauf beginnt – holen Sie sich jetzt 100% RABATT!
  • 12.09.2008 Einzigartige Autotürmagnete – bis zu 100% RABATT!
  • 13.09.2008 Die Tür steht Ihnen offen, Karin – werden Sie Ihre Chance nutzen?
  • 15.09.2008 Träume können wahr werden, Karin! Nur noch 24 Stunden!
  • 16.09.2008 Unser imposantester Verkauf ist wieder da – 40 Angebote und bis zu 100% RABATT!
  • 17.09.2008 Glückwunsch Karin, Sie wurden auserwählt! Nur noch 24 Stunden!
  • 18.09.2008 11 umwerfende Produkte zu 1 unglaublichen Preis – GRATIS!
  • 20.09.2008 Die Tür steht Ihnen offen, Karin, nur noch 24 Stunden!
  • 22.09.2008 GRATIS?! GRATIS! GRATIS!
  • 23.09.2008 Letzte Möglichkeit für unseren imposantesten Verkauf – 40 Angebote und bis zu 100% RABATT!
  • 24.09.2008 Karin, Sie sind nicht verückt – alles ist hier GRATIS!
  • 25.09.2008 Alles muss raus Verkauf! Nur noch 24 Stunden inklusive Gratis-Versand!
  • 27.09.2008 NEUEINFÜHRUNG – Posterkalender – testen Sie einen Kalender GRATIS!
  • 29.09.2008 Hoppla, Karin, haben Sie nicht etwas vergessen
  • 30.09.2008 Exklusive-Angebote für ausgewählte Kunden!
  • 01.10.2008 Karin Sie träumen nicht! Alles ist GRATIS hier!
  • 01.10.2008 Karin – werden Sie Ihre Chance nutzen_ Nur jetzt für 48 Stunden!
  • 02.10.2008 Hoppla, Karin, haben Sie nicht etwas vergessen_ Letzte Möglichkeit!
  • 06.10.2008 Karin, Sie sind unser VIP!
  • 08.10.2008 Glückwunsch Karin, Sie wurden ausgewählt!
  • 09.10.2008 Nur noch 24 Stunden! Karin Sie träumen nicht! Alles ist GRATIS hier!
  • 11.10.2008 Karin, 100% + 25% RABATT – wie kann das sein_ Nur noch 24 Stunden!
  • 13.10.2008 Karin, Sie sind unser VIP! Nur noch für 24 Stunden!
  • 14.10.2008 Unser imposantester Verkauf ist wieder da – 44 Angebote und bis zu 100% RABATT!
  • 15.10.2008 Glückwunsch Karin, Sie wurden ausgewählt!

 

Schon seltsam, wie oft GERADE ICH auserwählt werde, ein fantastisches Angebot anzunehmen…
Aber vielleicht bin ich halt einfach ein Glückspilz? ;-)

Und alle paar Tage die letzte Möglichkeit, an einem imposanten Verkauf teilzunehmen…

Früher haben sie mich Herr/ Frau Janner genannt, nachdem sie mich nun schon seit ein paar Monaten zuspammen, kennen wir uns ja nun sozusagen schon etwas besser, so sind sie in den letzten Wochen auf meinen Vornamen Karin umgestiegen…

Inhalt des Newsletters

Schauen wir und mal so einen Newsletter genauer an, was kommt denn, wenn man ihn öffnet?

Screenshot Newsletter Vista Print

Ich muss wohl nicht erwähnen, dass sich die sensationellen Gratis-Angebote dann auch als nicht ganz so gratis herausstellen, wenn man zur Kasse geht – da kommen natürlich noch haufenweise Gebühren dazu, und jedes 2. Gratisangebot ist an irgendein Bezahl-Angebot gekoppelt…

Und noch einen drauf: Das Partnerprogramm

Wie in dem Screenshot zu lesen ist (blaue Schrift unterhalb der Grafik) bietet mir Vista Print 2 Euro für jeden, dessen Emailadresse ich rausrücke, damit sie ihn ebenfalls zuspammen können:

Vista Print Partnerprogramm

Also für Werbezwecke werden die Adressen dann natürlich nicht benutzt. (steht hier geschrieben).
Lediglich dazu, um den Leuten alle 2 Tage “interessante Angebote” zu unterbreiten…

Also, wer viele Freunde und Kollegen hat, die er nicht mag, kann deren Emailadressen weitergeben und was verdienen dabei ;-)

Wie komme ich denn zu so einem Newsletter?

Ich wollte dort einmal Visitenkarten bestellen (und habe nicht mal), da muss ich wohl irgendwo mal meine Email-Adresse angegeben haben. An ein Double-opt-in-Verfahren zur Newsletter-Bestellung kann ich mich nicht erinnern…

Warum ich ihn noch nicht abbestellt habe?

Na, weil ich in das Buch der Werbefehler will, aus keinem anderen Grund :-)
Gekauft habe ich dort noch nie etwas, und lesen tue ich ihn natürlich auch nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich irgend jemand mit so einem Stumpfsinn einfangen lässt…

2. Negativ-Beispiel und meine Gedanken zu Positionierung und Werbemaßnahmen von Internetdruckereien

Mein 2. Negativ-Beispiel kommt auch von einer Internetdruckerei: Der unglaublich schlechte Kundenservice von Print24.
Dazu in meinem nächsten Beitrag.
Anschließend gedenke ich, allgemeine Gedanken zu Positionierung und Werbemaßnahmen von Internetdruckereien zu äußern ….

Dienstag, 14 Oktober 2008

Die größten Werbefehler – das Gemeinschaftsbuch von Bernd Röthlingshöfer.

Bernd Röthlingshöfer: Das Gemeinschaftsbuch über die größten Werbefehler

Bernd Röthlingshöfer, bekannt für unkonventionelle Ideen, hat zum Mitwirken an einem Gemeinschaftsbuch aufgerufen:

Titel:

Die 100 größten Werbefehler und wie man sie vermeiden kann.

Fehler in Werbung und Unternehmenskommunikation passieren fast jeden Tag und sie passieren auch großen Firmen. Oft sind sie völlig banal. Aber sie haben eines gemeinsam – sie verhindern oder erschweren, dass Kommunikation stattfinden und wirken kann.
Hier ein paar Beispiele: Eine vergessene E-Mail-Signatur; ein Logo, das zu klein oder an der falschen Stelle platziert ist; eine Anzeige, die keine Website-Adresse enthält; ein Mailing, das nicht an den Empfänger persönlich adressiert ist; eine Bestellbestätigung, die kein Dankeschön enthält; eine Website, der ein Impressum fehlt.
Möglicherweise gibt es bereits zwei Dutzend Sachen, die man an einem Logo falsch machen kann. Kein Problem – das Buch kann dick werden…”

Bernd Röthlingshöfer sammelt nun diese Fehler und macht daraus ein Gemeinschaftsbuch.
Wer mitmachen will, hat noch bis zum 17.10. (Freitag) Zeit, seinen Beitrag einzureichen, hier geht es zu den Spielregeln.

Meine Beiträge dazu sind hier und hier.

Ich finde die Idee von Bernd Röthlingshöfer grandios und bin schon sehr gespannt auf das Buch!!

 

Dienstag, 07 Oktober 2008

Startup eKomi – unabhängiges Bewertungssystem für Online-Shops. Interview mit Gründer Nicolai Kuban

eKomi Logo

eKomi ist ein unabhängiges Bewertungssystem für Online Shops, vergleichbar mit dem Bewertungsprinzip von eBay und Amazon. Durch authentische Kundenmeinungen wecken Sie Vertrauen bei Neukunden und präsentieren sich als seriöser und qualitativ hochwertiger Verkäufer.
Geben Sie Ihren Kunden die Möglichkeit Sie unabhängig bewerten zu können, helfen Sie Ihren Besuchern bei der Kaufentscheidung, holen Sie sich wertvolles Kundenfeedback und steigern Sie Ihren Umsatz,”

sagt das neue Gütesiegel über sich selbst.

Klingt interessant und vielversprechend.
Ich mag Startups mit einem klaren Geschäftsmodell. Hier liegt der Wert für Online-Shops auf der Hand: Sie können Vertrauen wecken, Seriosität und Qualität zeigen und so neue Kunden gewinnen – logisch, dass man als Online-Shop bereit ist, dafür Geld auszugeben.

Ich habe nun

Nicolai Kuban, einem der Gründer, 10 Fragen gestellt:

foto nicolai kuban, eKomi1) Was ist eKomi?
Kannst Du in ein paar Worten Eure Geschäftsidee beschreiben?

Ich mache es mal kurz und knackig:
Anhand garantiert echter Kundenmeinungen, welche wir in den jeweiligen Online Shops mittels Widgets anzeigen, machen wir das Einkaufen im Internet transparenter und steigern die Umsätze der Online Shops. Jeder Käufer des Shop bekommt eine eMail, jede Kundenmeinung wird von uns kontrolliert und freigeschaltet – der Shop hat darauf keinen Einfluss – und jede Meinung im Widget (wie auf www.adsim.de) und im Shopzertifikat angezeigt.

2) Gibt es ähnliche Anbieter oder seid Ihr die einzigen?

Im Bereich der Bewertungen gibt es mehrere Anbieter, jedoch muss man bei den jeweiligen Angeboten differenzieren. Bei Angeboten wie Ciao oder Shopvote kann jeder bewerten; unabhängig davon, ob ich Kunde, Besucher, Shopbesitzer oder Konkurrent bin. Der Manipulation sind also Tür und Tor geöffnet, was bei uns nicht funktioniert. Da nur Käufer des Shops bewerten können und wir – nicht der Online Shop – diese Bewertungen prüfen und freischalten, ist das Manipulieren nicht möglich. Zu weiteren Konkurrenten zählt sicher auch Bazaarvoice, diese haben den Fokus aber eher auf Produktbewertungen gelegt. Um Deine Frage zu beantworten: Redaktionell geprüfte, garantiert echte Kundenmeinungen in Widgets anzeigen, das machen nur wir!

3) Wie seid Ihr auf diese Idee gekommen?

Die Idee entstand aufgrund einer schlechten Erfahrung beim Einkaufen in einem Online Shop. Obwohl dieser zertifiziert war, entsprach die Leistung nicht der Vorstellung. Der große Nachteil an Zertifikaten bzw. Siegeln ist eben, dass der Shop nur einmal geprüft wird. Wir waren der Meinung, es müsse etwas geben, das die Leistung des Shops dauerhaft prüft; das können am Besten die Kunden.

4) Seit wann gibt es eKomi?

Die Idee kam Ende 2007, gestartet sind wir dann im März 2008 und richtig Gas geben wir seit Mai 2008.

5) Das Team: Wer seid Ihr denn?

Gegründet haben eKomi Michael Ambros, Gunther Schmidt, Bastian Bickelhaupt und ich (Nicolai Kuban). Michael und Gunther haben bereits SMS-Lotse.de – das größte Free SMS Portal Deutschlands – aufgebaut. Bastian hat in selbständiger Tätigkeit Internetprojekte umgesetzt und IT-Dienstleistungen durchgeführt. Ich habe einen Online Shop betrieben und besitze ein paar kleine Internetprojekte.

6) Wie wird Euer Angebot angenommen? Wie viele Online-Shops sind schon eine Partnerschaft mit Euch eingegangen?

Viele Online Shops stehen eKomi zu Beginn kritisch gegenüber, schließlich kann es sich nicht jeder erlauben, seinen Online Shop bewerten zu lassen ohne die Meinungen anschließend löschen oder manipulieren zu können. Online Shops, die eKomi dann nutzen, sind aber hoch zufrieden und verwenden das Kundenfeedback nicht nur verkaufsfördernd, sondern auch zur internen Optimierung der eigenen Prozesse und Serviceleistungen. Insgesamt haben wir 180 Kunden.

7) Wie kann man sich nun den Ablauf vorstellen? Wie kommt Ihr zu den Kundenmeinungen? Bekommt jeder Kunde automatisch eine Mail mit der Bitte zur Bewertung des Shops– wie z.B. bei Ebay oder Amazon Marketplace?

Der Online Shop kann wählen, nach wie vielen Tagen der Kunde die eMail bekommen soll, in dieser befindet sich dann der Link zur Shopbewertungsseite. Dort kann der Käufer dann mit einem Kommentar und Sternen die Leistung des Shops bewerten. Wir lesen aber keine eMail-Adressen aus, wir haben lange daran gefeilt, dass es da aus Datenschutzgründen keine Probleme gibt.

8) Investoren: Gibt oder gab es Investoren für Euer Projekt oder habt Ihr es ohne Fremdkapital auf die Beine gestellt?

Wir haben eKomi komplett ohne Fremdkapital aufgebaut und finanzieren uns derzeit selbst sowie aus den Einnahmen des operativen Geschäfts. Wir sahen bisher keinen Sinn, einen Kapitalgeber mit ins Boot zunehmen, denken aber darüber nach, um weiteres dynamisches Wachstum sicherstellen zu können.

9) Geschäftsmodell: Woher kommen Eure Einnahmen?

Geld verdienen wir über eine monatliche Gebühr, die die Online Shops an uns zahlen. Bis 2500 monatliche Bestellungen berechnen wir 39 Euro, bis 5000 69 Euro und bis 7500 99 Euro.

10) Marketing/ Werbung: Was macht Ihr, um Euch bekannt zu machen?

Unsere Strategie war vor Allem über große Kooperationen und Pressepräsenz Bekanntheit gewinnen zu können. Darüber hinaus haben wir Erwähnungen und Newsletter in vielen e-Commerce Portalen bekommen, was uns zusätzlich geholfen hat. Die meisten Kunden gewinnen wir aber über den direkten Telefonvertrieb, der zwei Mitarbeiter beschäftigt.

Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg!