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Montag, 28 Juli 2008

Hat Cuil das Zeug, größer als Google zu werden?

Cuil, diese neue Suchmaschine geistert heute schon den ganzen Tag im Internet herum.
Was ist dran?

“Wichtigster Unterschied zwischen Cuil und Google ist die Methode, mit der die Suchmaschinen die Relevanz von Suchergebnissen bewerten. Während Google alle Klicks auf seine Suchergebnisse erfasst und daraus die Bedeutung in Form des PageRank ermittelt, setzt das Start-up auf eine kontextbezogene Bewertung der Ergebnisse“, schreibt ZDNet.de

(Anmerkung am 29.7. dazu: Ich bin kein Page-Rank-Profi und daher habe ich diese Aussage von ZDNet.de nicht kritisch hinterfragt. Bin aber gerade im Xing-Thread zu diesem Thema von Florian Dömges darauf hingewiesen worden, dass das so nicht stimmt, hier seine Erklärung zum Page-Rank;
Nach ihm der Unterschied auf den Punkt gebracht: Cuil wertet den Dokumenteninhalt aus, nicht das, was andere darüber sagen.)

Ich habe sie selbst noch nicht richtig durchgetestet, auch schon ein wenig getestet auf den ersten Klick erscheint sie ungewohnt… anders halt als Google, Yahoo, MNS usw.
Hier habe ich einige Meldungen und Berichte dazu gesammelt (alle von heute, 28.7.2008):

  • Golem
    Cuil startet die größte Suchmaschine der Welt

    “Ehemalige IBM-und Google-Mitarbeiter fordern Google heraus
    Mit Cuil startet die nach eigenen Angaben größte Suchmaschine der Welt. Die von ehemaligen IBM- und Google-Mitarbeitern gegründete Suchmaschine berücksichtigt 121 Milliarden Webseiten und sortiert diese nicht nur anhand einer Linkanalyse und ihres Traffics, sondern erfasst auch deren Inhalt und versucht, diesen in einen Kontext zu setzen…”
  • heise online
    Neue Suchmaschine Cuil will Google übertrumpfen
    “Seit gestern ist im Internet ein weiteres Angebot erreichbar, mit dem Websurfer besser zu ihren gewünschten Zielen gelangen sollen: Cuil; das aus dem Gälischen stammende Wort bedeutet sowohl Wissen als auch Hasel und wird “cool” ausgesprochen, heißt es in der Cuil-FAQ. Gegründet wurde das Unternehmen von Tom Costello, einem ehemaligen IBM-Mitarbeiter, und seiner Frau Anna Patterson, die zuvor drei Jahre bei Google tätig war. Nach ihrer Meinung hätten die bisherigen Suchmaschinen dem exponenziellen Wachstum des Internets nicht standgehalten. Cuil erfasse mehr Webseiten als jede andere Suchmaschine – dreimal so viel wie Google und zehnmal so viel wie Microsoft…”
  • netzeitung.de
    Cuil ist cool - und größer als Google
    “Sie durchforstet 120 Milliarden Webseiten, sammelt keine Nutzerdaten und will mehr leisten als Google: Die neue Suchmaschine Cuil ist online. Betrieben wird sie von ehemaligen Google-Mitarbeitern…”
  • tom`s hardware
    Cuil: Ernsthafte Google-Konkurrenz?

    “Ehemalige Google-Mitarbeiter haben eine Suchmaschine gestartet, die besser sein soll als die übermächtige Google-Konkurrenz: Cuil zeichnet keine Nutzerdaten auf und will 120 Milliarden Webseiten indiziert haben….”

Update am 29.7.2008

  • Spiegel Online
    Wirrwarr statt Wissen

    “Pornobildchen neben Physiker-Porträts, peinliche Namenswitze, schlechte Kritiken: Der erste Tag für Cuil.com war miserabel. Die neue Suchmaschine wird von ehemaligen Google-Mitarbeitern betrieben und will ein Stück vom Riesen-Werbemarkt. Doch die Tech-Gemeinde lästert…”
  • Focus Online:
    Cuil: Größer als Google
    “Ehemalige Google-Angestellte wollen ihren Ex-Arbeitgeber das Fürchten lehren: Die neue Suchmaschine Cuil kennt das World Wide Web besser als alle Konkurrenten…”
  • Welt Online:
    Neue Suchmaschine Cuil muss noch viel lernen
    “WELT ONLINE hat die neue Suchmaschine Cuil einem Praxistest unterzogen. Ergebnis: Das Suchen dauert länger bei Google & Co., der Betrieb ist noch recht wackelig. Und unter der Kategorie “CDU” führt einer der Top-Links bei Cuil zu Ex-Kanzler und SPD-Mitglied Gerhard Schröder…”
  • PC-Welt:
    Test - Suchmaschine Cuil will Google Paroli bieten
  • Netzwelt:
    Alternative Suchmaschine Cuil - muss Google zittern?

Blogs testen Cuil:
Die ersten Blogs haben Cuil bereits getestet und ihre Ergebnisse gebloggt, z.B.

Und bei ja gut, aber
habe ich noch eine schöne Liste mit Reaktionen aus der Blogosphäre gefunden:

Xing-Thread Cuil versus Google:
Und ich habe gestern einen Xing-Thread zum Thema Cuil versus Google in der Xing-Gruppe Internetmarketing gestartet, auf dem immer noch heftig diskutiert wird.
Es überwiegen die Skeptiker, aber es gibt auch einige überzeugende Pro-Argumente.

Eigener erster Eindruck
Mittlerweile habe ich Cuil selbst getestet - allerdings noch nicht sehr ausführlich.
Bei der Suche nach meinem Namen und auch nach anderen Begriffen, die ich gut kenne, bekam ich äußerst merkwürdige Suchergebnisse.
Überhaupt nicht klar sind mir die Relevanzkriterien.
Das ist doch das Um und Auf einer guten Suchmaschine, dass relevante Ergebnisse zuerst angezeigt werden… und genau das perfektioniert Google seit Jahren.

Die Darstellung - gewöhnungsbedürftig, aber die wäre für mich kein Ausschließungsgrund.
Ich persönlich will einfach gute Suchergebnisse, ob ich gleich auf der Ergebnisseite der Suchmaschine ein buntes Bild dabei habe oder nicht, ist mir egal.

Aber: ich werde das Ding beobachten und bin gespannt, wie es damit weitergeht. Ob es genauso schnell von der Bildfläche wieder verschwindet, wie es aufgetaucht ist oder ob es irgendwann doch eine ernsthafte Konkurrenz für Google wird, was ich mir eigentlich nicht vorstellen kann. Vielleicht wird man es als Zweit-Suchmaschine benutzen, um bisher verborgene Suchergebnisse an die Oberfläche zu befördern.
Spannend finde ich jedenfalls, wie das Ding durch die Medien geht. Alle (?) bekannten Zeitungen und Magazine haben das Thema aufgegriffen und kaum ein einschlägiges Blog hat noch nicht drüber berichtet.

gepostet von Karin Janner
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Montag, 21 Juli 2008

Wordle: bunte Wortwolken designen

Bei Wordle kann man bunte Wortwolken designen.

Dazu schreibt man die Worte seiner Wahl in ein Textfeld oder gibt seine URL (vom Blog, von der Website) oder seinen del.ici.ous User Name ein - Wordle sucht sich dann daraus selbst die Worte aus dem Text bzw. die Tags für die Wolke.

Die Farben kann man selbst bestimmen, ebenso die Schrift und die Anordnung der Worte (horizontal, vertikal, halb-halb, durcheinander…).

Und so können sie zum Beispiel aussehen - Wordle-Wolken vom NewMarketing Blog:


Wordle1 NewMarketing Blog

Wordle2 NewMarketing Blog

Wordle3 NewMarketing Blog

Hier kommt man zu den Original-Wordles:

Die Wortwahl kommt mir allerdings nicht wirklich brauchbar vor (bildeten… fanden… wurde…), besser ist es wohl, die Worte selbst einzugeben…

Was kann man nun mit so einer Wordle-Wolke machen?

Die Wordle-Wolken fallen unter eine Creative-Commons-Namensnennungs-Lizenz;
man kann sie also sogar kommerziell verwenden, wenn man den Namen “Wordle” nennt.
Das Dr. Web Weblog hat den betreffenden Punkt der Wordle-FAQ übersetzt:

„Sie dürfen ein Wordle nehmen, es auf Ihr Buch drucken, Ihr T-Shirt, Ihr Werbeplakat, oder sonstwo. Sie dürfen davon reich werden. Sagen Sie den Leuten nur, wie Sie das Bild erstellt haben, oder, falls Sie eines aus der Galerie nutzen, woher Sie es haben.“ (Übersetzt aus der Wordle-FAQ)

Als Tagcloud eignen sich die Wolken nur bedingt. Zwar sind, wie bei einer klassischen Tagcloud, Worte, die im Text häufiger vorkommen größer und dicker als seltener benutzte, die Begriffe lassen sich aber nicht anklicken.

Ein paar andere Blogs, die sich schon im Wolkendesignen ausprobiert haben:

Nachtrag am 24.7.2008

Hier gibt es die heutige Rede von Barrack Obama in Berlin als Wordle.

gepostet von Karin Janner
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Freitag, 11 Juli 2008

Buchrezension: The Long Tail von Chris Anderson

the long tail, chris anderson
The Long Tail - bei Amazon kaufen

Ich bin nicht die erste, die über dieses Buch berichtet, aber da ich es erst kürzlich gelesen habe und sagen würde, dass es eines der besten Wirtschaftsbücher ist, die ich kenne, kommt hier meine Rezension:

Schon die Entstehung des Buches ist interessant:
Seinen Anfang nahm es mit einem Artikel, den Chris Anderson am 12.10.2004 für “Wired” verfasst hatte und der zu einem der meist gelesenen und meist diskutierten Wired-Artikeln wurde.

Das Buch entstand 2004-2006 in einem offenen Prozess - Chris Anderson stellte seine Thesen und Gedanken in seinem Blog www.longtail.com vor, dort wurden sie von tausenden Menschen gelesen, kommentiert und weiterentwickelt.
2006 ist die amerikanische Originalausgabe erschienen, 2007 die deutsche Übersetzung.

Man merkt, dass monatelange intensive Recherche hinter dem Buch steckt und dass viele kluge Köpfe ihre Gedanken und ihr Wissen beigesteuert haben.

Worum geht es?
Chris Anderson beschäftigt sich mit der Frage, was passiert, wenn Unternehmen eine praktisch unbegrenzte Zahl an Produkten anbieten können - weil die Lagerkosten gegen Null gehen. Das passiert nämlich gerade im Internet, und Geschäftsmodelle wie Amazon, Ebay, oder Netflix machen sich das zu Nutze.

Die Regalfläche der Läden war zu teuer für Produkte, die sich nur 1-2 mal im Jahr verkauften, im Internet können aber auch solche Nischenprodukte rentabel angeboten werden. Entweder sie benötigen gar keine Lagerfläche, weil sie sich als Bits und Bytes aufbewahren lassen (Netflix, ITunes…) oder die Lagerfläche stellt jemand anderer bereit (Amazon Marketplace).
Die unendlich scheinende Anzahl an selten verkauften Produkten - eben den “Long Tail” - gibt es vielleicht nicht in jeder, doch aber in den meisten Branchen. In manchen Branchen lässt er sich besser vermarkten, in anderen weniger gut. Auf jeden Fall gibt es hier ein riesiges Marktpotenzial - in den meisten Branchen schlummert es noch.

Werden weiterhin Hits die Charts dominieren?
Nein, sagt Chris Anderson, “die Nachfrage nach den großen Kassenknüllern besteht nach wie vor, aber sie bilden nicht länger den einzigen Markt.”

Was hat das für eine Auswirkung auf den Massenmarkt der Hits und Bestseller?
“Aus dem einfachen Bild mit wenigen großen Hits, die zählten, und all den anderen Filmen, Songs und Büchern, die nicht zählten, ist mittlerweile ein verwirrendes Mosaik mit Millionen von Minimärkten geworden. Der Massenmarkt zerfällt in zunehmendem Maße in unzählige Nischen.”

Was für Massenanbieter und Hitproduzenten schwere Zeiten bedeutet, bietet für Anbieter von Nischenprodukten immense Chancen.
Man kann gespannt zusehen, was sich in verschiedensten Branchen für Geschäftsmodelle dazu entwickeln werden.

Anderson zeigt uns mit diesem Werk, wie nachhaltig das Internet die Wirtschaft und in der Folge auch die Gewohnheiten der Gesellschaft verändert.
“Das Zeitalter des “One Size fits all” geht dem Ende zu, und an seine Stelle tritt etwas Neues, ein Markt der Vielfalt.”

Fazit:
Unbedingt lesenswert, für mich ist es ein “Meilenstein-Buch”.

Fortsetzung folgt…
Mit dem Erscheinen des Buches hat Chris Anderson keineswegs mit dem Thema abgeschlossen. Auf seinem Blog www.longtail.com diskutiert er das Phänomen “Long Tail” mit seinen Lesern intensiv weiter und stellt neue Gedanken und Geschäftsmodelle vor.

Gerade (Juli 2008) ist eine aktualisierte Neuauflage des Buches (auf Englisch) erschienen, mit einem Zusatzkapitel speziell über Long-Tail-Marketing. Ein paar Ideen zu diesem neuen Kapitel hat er in diesem Blogeintrag über Long-Tail-PR skizziert.

Das Buch kaufen

Amazon Produktinformationen:

  • Gebundene Ausgabe: 260 Seiten
  • Verlag: Hanser Wirtschaft; Auflage: 1 (März 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446409904
  • ISBN-13: 978-3446409903
  • Größe und/oder Gewicht: 23,4 x 15,6 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4,5 Sterne
  • Amazon.de Verkaufsrang: #5.163 in Bücher

Das Buch bei Amazon kaufen: The Long Tail - Der lange Schwanz

Links

Andere Rezensionen zu “The Long Tail”:

Freitag, 04 Juli 2008

Twitter, Twitter, Twitter

twitter logo

Über Twitter wurde natürlich schon viel gebloggt,
und auch ich habe mich bereits in einem Blogeintrag intensiv mit Twitter beschäftigt:

Auf meinem 2. Blog, dem Kulturmarketing Blog, habe ich mich im Rahmen der Serie “Web 2.0 im Kulturmarketing” mit der Frage auseinander gesetzt, was das Twittern für Kulturangebote bringen könnte.

Nachdem ich aber auch Twitter ausführlich beschrieben und Argumente für und gegen das Twittern gegenübergestellt habe, dachte ich, in dieses Blog würde der Beitrag auch gut passen (normalerweise bringe ich meine Beiträge nicht doppelt, aber bei diesem bietet es sich an…)

Den Kulturteil lasse ich im NewMarketing Blog natürlich weg, dafür gibt es noch ein paar Zusatzinfos und Links, über die ich in den letzten Tagen gestolpert bin (nachdem ich meinen Beitrag im Kulturmarketing Blog veröffentlicht habe).

Also los geht`s:

Was ist Twitter?
Twitter ist ein Micro-Blogging-Service zum Austausch von Kurznachrichten -über das Internet oder das Handy (via SMS).

twitter, what are you doing

What are you doing? fragt Twitter, und 140 Zeichen hat man, um das zu beschreiben.

140 Zeichen sind nicht viel Platz.
Bei Twitter-Nachrichten muss man sich also auf das Wesentliche beschränken (es gibt aber natürlich auch kurze, aber trotzdem überflüssige Meldungen, die auf diese Weise in die Welt hinausposaunt werden…)
Lesen können diese Texte (oder eher Textschnipsel) die Leute, die den betreffenden Nutzer “abonniert” haben, bei Twitter “Followers” genannt.

Wenn mich also interessiert, was Herr X den ganzen Tag so macht, worüber er sich Gedanken macht, über welche Links er stolpert… erfahre ich das, wenn ich sein “Follower” werde (sofern er es twittert).
Meine Follower bekommen mit, was mich beschäftigt oder was mir so Interessantes über den Weg läuft.

Was kann man auf Twitter veröffentlichen?
Alles, was man mit 140 Zeichen sagen kann.
Das können z.B. Statusmeldungen sein, oder Gedanken, die zu kurz für einen Blogeintrag sind, oder Links (sind die Links zu lang, kann man sie mit Hilfe des Dienstes tinyurl.com kürzer machen). Oder Fragen, die mit einem kurzen Statement oder einem Link beantwortet werden können.

Was ist der Nutzen von Twitter?
Über den Nutzen von Twitter scheiden sich die Geister.
Die einen sehen es als mächtiges Kommunikationsinstrument, die anderen als größten Blödsinn aller Zeiten.

Argumente der Twitter-Gegner

  • Austausch von Belanglosigkeiten
  • “Seelenstriptease”
  • Zeitfresser
  • Infostress
  • langweilig
  • “Durch die Beschränkung auf 140 Zeichen verlernt man zu kommunizieren.”

Twitter-Gegner über Twitter:
“Vor ein paar Wochen fand ich Twitter noch total spannend und interessant, aber seit der re:publica habe ich auf den Infostress einfach keinen Bock mehr. Wenn ich online am Rechner sitze, wachen derzeit drei Programme über meine Kommunikation: E-Mail, IM-Client und Skype. Ein viertes Kommunikationsprogramm, wo alle paar Sekunden irgendein Schrott durchgepostet wird? Nicht mit mir…” , Gerrit van Aaaken, Kommentar auf dem Handelsblatt Blog.

“Es nervt, dass alle Welt meint, immer und überall erreichbar, verfügbar und ansprechbar zu sein. Und diese eigene Erwartungshaltung dann auf andere projeziert und wehe, es wird auf eine Anfrage nicht binnen Sekunden reagiert…Was bitte ist das denn für ein Leben?” Falk Merten, Kommentar auf Fixmbr

Was schätzen die Anwender an Twitter?

  • Schneller und unkomplizierter Austausch mit Gleichgesinnten - von überall, und jederzeit. Man ist also stets auf dem neuesten Stand, was so läuft im Freundeskreis oder in Themengebieten, die einen fachlich interessieren.
  • Dass man mit Hilfe seiner Twittergemeinde meist schnellere und bessere Antworten auf spezielle Fragen bekommt als durch googeln.
  • Dass man schnell und einfach auf lesens-, sehens- und hörenswerte Inhalte hinweisen kann.
  • Dass man sich durch kompetente Tipps einen Namen machen kann (mit erheblich weniger Aufwand als beim Bloggen).
  • Wenn man ein Blog hat: Dass man mit relativ wenig Aufwand Leser für sein Blog gewinnen kann.
  • Dass man sich durch Twitter-Meldungen regelmäßig in Erinnerung rufen kann - im Freundeskreis oder im Kreise gleichgesinnter “Fachtwitterer”.

Auf den Punkt gebracht: einfach, schnell, effektiv, vergleichsweise wenig Aufwand.

Twitter-Freunde über Twitter:
“Inzwischen ist es bei mir so, dass ich die besten Linktipps nicht mehr aus den Blogs bekomme, die ich verfolge, sondern aus Nachrichten (”Tweets”) bei Twitter. Erst später entdecke ich vielleicht einen Blog-Artikel dazu. Ein paar Tage später finden wir es dann bei Spiegel Online und ein paar Wochen später schütteln wir alle den Kopf darüber, was die Süddeutsche wieder für einen unglaublichen Quark dazu verzapft,”schreibt das Upload-Magazin in seinem “Twitter-Kompendium“, und weiter:
“Twitter ist simpel und sein Erfolg erstaunlich. Du kannst 140 Zeichen per Twitter veröffentlichen – praktisch überall und jederzeit. Und Du kannst die 140-Zeichen-Texte anderer lesen – praktisch überall und jederzeit. Was Twitter für Dich ist, hängt ganz davon ab, wie Du es benutzt”.

Ähnlich sieht das Markus Trapp: “Wenn man nicht die richtigen Interessenten in seinem Twitternetzwerk hat, wird man wenig Nutzen darin finden. Und dann erscheint einem Twitter als Zeitverschwendung. Erweist es sich schließlich als nützlich (und macht zudem noch Spaß), möchte man seinen Twitterkreis nicht mehr missen und gewinnt sogar noch Zeit damit, bzw. nutzt diese noch effektiver und erfährt interessante Informationen aus dem Netz sehr früh und unmittelbar.

“Die einen Chatten über Twitter (sehr unangenehm), andere sehen Twitter als mini RSS Feed für ihren Blog und nochmal andere schreiben 136mal mal am Tag, was sie gerade tun. Deshalb wird Twitter schon von einigen Bloggern als der ultimative Produktivitäts-Overkill angesehen (im amüsierten, aber negativem Sinne). Aber Twitter kann auch anders”… Oliver Überholz hat 17 sinnvolle Anwendungsideen für Twitter gefunden.

Die ersten Schritte mit Twitter
Die ersten Schritte mit Twitter sind auf dem Blog “Twitterdings” sehr schön beschrieben, “das Twitter-Kompendium” im Upload-Magazin gibt eine gute Einführung und erklärt, was man mit Twitter machen kann, 30 Tipps zum erfolgreichen twittern gibt Klaus Eck (Pr-Blogger).

Blogeinträge automatisch twittern
Will man, dass seine Blogeinträge automatisch getwittert werden, kann man den Service “Twitterfeed” nutzen.

— an dieser Stelle kommt im Kulturmarketing Blog der Kultur-Teil—
— und hier geht`s weiter mit—

Corporate Twitter?
Corporate Blogs gibt es ja schon lange, aber Corporate Twitter? Oder wie sollte man das nennen?
Auf jeden Fall haben sich schon etliche große Unternehmen die entsprechende Twitter-Domain gesichert.

Markenführung Online hat die Twitter-Domains von Audi, BASF, Tchibo und Siemens gefunden, die aber noch nicht aktiv genutzt werden.

Und Benedikt Köhler (viralmythen) hat im April eine lange Liste von Corporate Twitterern veröffentlicht, geordnet nach Sparten, versehen mit dem Eintrittsdatum und den Hinweis darauf, ob aktiv getwittert oder nur der Service “Twitterfeed” benutzt wird.

Es wurde sogar schon eine Twitter-Domain (http://twitter.com/powerseller) bei eBay versteigert.

Amerikanische Unternehmen haben Twitter schon früher entdeckt, natürlich - wie könnte es auch anders sein -z.B. Apple - mit 1.662 Followers und 5.390 updates (Stand: 4.7.2008, 18.24).

Alternativen zu Twitter?
Wie von allen erfolgreichen Tools gibt es auch von Twitter zahlreiche Klone, wie z.B. Jaiku, Pownce, Plurk oder Wamadu.
Seit Tagen geistert identi.ca durch das Web - und etliche Twitterer sind bereits abgewandert bzw. chatten parallel.

Was ist bei identi.ca anders als bei Twitter und seinen Klonen?

“Identi.ca is an Open Network Service. Our main goal is to provide a fair and transparent service that preserves users’ autonomy. In particular, all the software used for Identi.ca is Free Software, and all the data is available under the Creative Commons Attribution 3.0 license, making it Open Data.
The software also implements the OpenMicroBlogging protocol, meaning that you can have friends on other microblogging services that can receive your notices.
The goal here is autonomy — you deserve the right to manage your own on-line presence. If you don’t like how Identi.ca works, you can take your data and the source code and set up your own server (or move your account to another one).”
(Quelle: FAQ identi.ca)

Mehr darüber bei Oliver Gassner oder im t3n-Magazin.

Twitter funktioniert so oft nicht - wird das besser?


twitter over capacity

Nur zu oft sieht man dieses Bild - Twitter ist überlastet. Das kann natürlich nerven.
Man kann hoffen, dass das besser wird, wenn Amazon-Chef Jeff Bezos bei Twitter einsteigt

Links

Twitter

Identi.ca

Follow me on Twitter!
Obwohl auch mich nervt, dass Twitter so oft down ist, gehöre ich zum Lager der Twitter-Fans. Aber das noch nicht lange - ich habe mich bis vor kurzem gewehrt, da mir die “Gegenargumente” sehr stichhaltig schienen.
Nun habe ich es ausprobiert, und ich finde, die Pro-Argumente überwiegen. Wie bei allen Social-Media-Anwendungen muss man aber darauf achten, sich während der Arbeit nicht zu sehr davon ablenken zu lassen und sich nicht in Diskussionen zu verlieren, damit Zeitaufwand und Nutzen in einem guten Verhältnis stehen.

Follow me :-) http://twitter.com/karinjanner